Margrit Gsell-Heer

(IE) Margrit Gsell-Heer (1887-1967) engagierte sich für die GSMB + K in einer ausserordentlich schwierigen Zeit, zu Beginn des Zweiten Weltkrieges. Als Zentralpräsidentin 1939-42 organisierte sie vier beachtliche Ausstellungen, zu denen sie dank persönlicher Kontakte zu Bundesrat Etter auch eidgenössische Subventionen erwirkte. Es waren dies die Ausstellung in New York, die Beteiligung an der Landi 1939 sowie die XV. und XVI. Ausstellung der Gesellschaft 1940 in Basel bzw. 1942 in Zürich. 1946 ist sie für die erkrankte Zürcher Sektionspräsidentin Berta Tappolet eingesprungen und übte das Amt der Sektionspräsidentin bis 1954 aus. Sie war auch Mitbegründerin der Künstlerinnenvereinigung Graphica.

Margrit Gsell-Heer, Tochter des Schriftstellers J. C. Heer, erhielt zunächst eine Ausbildung als Malerin und Zeichnerin in München. Sie war in erster Ehe mit dem Bildhauer Richard A. Zutt verheiratet, von dem sie zwei Kinder hatte.

Nach der Scheidung und zurück in der Schweiz, wand sie sich der Bildhauerei zu und lernte bei Ida Schaer-Krause in Zürich und bei Germaine Richier in Paris. Ihr zweiter Mann, Dr. Jakob L. Gsell unterstützte sie in allen künstlerischen und kunstpolitischen Belangen. 1925 kam ihre Tochter Silvia Gsell zur Welt, die im Februar 2003 zusammen mit der Firma Bioengineering in Wald (ZH) eine kleine Ausstellung mit Werken ihrer Mutter organisiert hat. In dieser Präsentation überzeugen vor allem die Porträtbüsten Margrit Gsells. Zur Ausstellung ist im Drei Punkt Verlag eine vorzüglich gemachte Broschüre erschienen. Bereits im Vorjahr waren Werke vom Margrit Gsell-Heer in Frauenfeld zu sehen.

(Ansichten, Margrit Gsell-Heer, 1887-1967, Drei Punkt Verlag, CH-8636 Wald, 2003, Fr. 22.-)